Ein Unfall hat häufig gravierende Folgen für den Betroffenen. Neben körperlichen Einschränkungen belasten oftmals hohe Kosten das weitere Leben, denn die gesetzliche Unfallversicherung zahlt nur in manchen Fällen. Ein Blick auf UNGLÜCKSURSACHEN UND -FOLGEN
GEFAHRENSCHWERPUNKT WOHNZIMMER

Die schweizerische Beratungsstelle für Unfallverhütung (bfu) untersucht regelmäßig, wo die meisten Unglücke daheim geschehen. Die Ergebnisse lassen sich auf Deutschland übertragen.

Orte von Heimunfällen in der Schweiz 2009 bis 2013, in Prozent*


ZU HAUSE KNALLT’S
AM HÄUFIGSTEN

Die meisten Unfälle geschehen hierzulande daheim und bei Freizeitaktivitäten. In diesen Fällen greift nicht die gesetzliche Unfallversicherung. Sie zahlt nur bei Unglücken am Arbeitsplatz und in der Schule sowie auf dem Arbeits- oder Schulweg.

Lebensbereiche, in denen Unfälle passieren, in Prozent.

1Wohngebäude, Hausrat, Gewerbe, Industrie und Landwirtschaft / 2Sturm/Hagel, ab 1999 auch Elementar, hochgerechnet auf Bestand und Niveau 2016 / 32014 und 2015: vorläufiges Ergebnis / 42016: Schätzung


LIEBER DIE LEITER NEHMEN

Mal eben kurz die Gardine aufhängen und dafür auf Stuhl oder Tisch steigen? Schlechte Idee! Viele Unfälle daheim geschehen aus purem Leichtsinn.

Gegenstände, die häufig bei Heimunfällen im Spiel sind 2010, in Prozent


DAS WIRD TEUER

Die gesetzliche Unfallversicherung zielt vor allem darauf ab, die Arbeitskraft wiederherzustellen. Viele Folgeausgaben für Rehabilitation oder Pflege sind nur durch eine private Police abgedeckt.

Beispielhafte Ausgaben für Hilfsmittel und ärztliche Maßnahmen nach Unfällen, in Euro


Quelle (1): bfu, 2016

Quelle (2): Todesursachenstatistik, Straßenverkehrsunfallstatistik, Statistiken der gesetzlichen Unfallversicherungsträger, Robert-Koch-Institut, 2014

Quelle (3): Robert-Koch-Institut, 2013

Quelle (4): Swiss Life Deutschland, eigene Berechnungen, 2017

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